Freitag, 13. Mai 2016




Titel: Sommergeister
Autor: Mary Tickert
Verlag: Piper
Preis: 16,99
Seiten: 349

Inhalt/Klappentext:
Jeder hat Geheimnisse. Doch dieses ist größer als alle anderen.
Die 15-jährige Bay Singer weiß, was sie im Dorf sagen: Ihre Mutter sei eine Hexe. Sie habe eine dunkle Vergangenheit. Furchtbares sei Jahrzehnte zuvor geschehen, das niemand erfahren dürfe. Bay will die Gerüchte nicht glauben, doch etwas in ihr weiß es besser. Und je weiter sie nachforscht, desto unglaublicher werden die Geschichten, auf die sie stößt. ..


Wie ich es fand:
Der Klappentext hat mich sehr neugiegig gemacht und ich war sehr gespannt auf die Story. Leider konnte mich auch diese Geschichte nicht zu 100% überzeugen. Bay ist 15 und geht noch zur Schule. Aufgrund der vielen Gerüchte über ihre Nana hat sie keine Freunde, außer Thalia, ihre beste und einzige Freundin. Doch im Großen und Ganzen ist sie zufrieden mit ihrem Leben. Bay fand ich sympathisch, aber richtig identifizieren konnte ich mich mit ihr nicht. Das fiel mir auch bei allen anderen Charakteren schwer. Nana ist quasi ihre Ziehmutter. Als Bay noch ein Baby war, wurde sie auf Nanas Veranda quasi ausgesetzt und Nana hat sie dann groß gezogen. Sie lebten immer allein, aber einen wirklich großen Einblick in das bisherige Leben erhält man nicht. Irgendwann tauchen dann die Jugendfreundinnen von Nana auf und man erfährt langsam, welche Geheimnisse sich um die 3 Frauen ranken. Leider fand ich es schade, dass dieses Geheimnis immer nur stückweise erzählt wird, in Form von gedanklichen Rückblenden. Genau diese Erzählweise hat mir auch große Schwierigkeiten bereitet. Oft wusste ich nicht, ob wir jetzt in der Gegenwart oder der Vergangenheit sind oder um wessen Gedanken es sich überhaupt dreht. So ging für mich auch die Spannung verloren. An sich war es ein trauriges und auch erschütterndes Thema das aufgegriffen wurde, aber die wirkliche Dramatik ging für mich immer wieder verloren, was ich sehr schade fand. Auch die Figur Ruthie fand ich schwer durchschaubar. Ich weiß bis jetzt noch nicht, was ich von ihr halten soll. Am besten gelungen ist wohl die Darstellung der Mavis. Sie ist direkt, bissig und irgendwie greifbarer. Und ihre Geschichte, die sich erst am Ende richtig heraus kristallisiert, hat mich schon etwas traurig gemacht und zum Nachdenken angeregt. Doch trotz alledem hat mir irgendetwas gefehlt. Was genau das ist, kann ich nicht genau sagen.
Was ich aber besonders schön fand, war die Einleitung eines jeden Kapitels. Die Beschreibung der Pflanzenarten, sowie ihre Verwendung und Wirkweisen. Gerade die Flora und Fauna wurde sehr schön und wortreich beschrieben.  So dass ich mir Nanas Garten direkt bildlich vorstellen konnte und am liebsten sofort in diese Welt eingetaucht wäre. Ich hatte sogar zeitweise Lust, selbst so einen wundervollen Garten anzulegen.
Nichtsdestotrotz blieb die Story einfach für mich schwer zu fassen. Von daher gibt es auch leider nur 2,5 von 5 Sternen.

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