Dienstag, 28. Juni 2016


Rezi


Autor: Abbi Glines
Seiten:292
Verlag: Piper Verlag
Preis: 8,99€






Klappentext

Nach außen hin ist West Ashby der gut aussehende Football-Held, der die Lawton Highschool zur Meisterschaft führen wird. Innerlich wird er jedoch von Ängsten um seinen krebskranken Dad zerfressen, und er kann mit niemandem darüber sprechen, da niemand davon erfahren soll. Als West eines Abends aber nicht mehr weiterweiß, vertraut er sich bei einer Party dem Mädchen an, das ihn bestimmt nicht verraten wird: Maggie, die seit einem schrecklichen Ereignis in ihrer Familie nicht mehr spricht. Umso mehr überrascht es West, als sie ihm plötzlich doch antwortet und dass er fortan an nichts anderes mehr denken kann, als an ihre sanfte Stimme und ihre weichen Lippen.


Wie ich es fand

Ich muss sagen, ich war ein wenig überrascht von diesem Buch. Es war nicht das absolut typische Abbi Glines - Buch. Hier gab es viel mehr Tiefgang, viel mehr Ernsthaftigkeit und viel weniger unnötiges Drama zwischen den Protagonisten.
Da wäre als erstes Maggie. Maggie spricht seit einem schrecklichen Vorfall nicht mehr. Trotzdem erfährt man durch ihre Gedanken und ihr Verhalten, wie es ihr geht und dass sie eine sehr starke Persönlichkeit ist. Trotz ihrer eigenen schlechten Erfahrungen, will sie nichts mehr, als West zu helfen und ihm eine Stütze sein. Daran merkt man sofort, dass sie ein sehr großes Herz hat und ein wundervoller Mensch ist. Ich habe sie sehr gemocht, weil sie nicht dieses naive Mädchen war, die man sonst in jedem Roman antrifft. Sie ist zu Anfang sehr in sich und ihrer eigenen Welt versunken. Darum ist sie auch keiner dieser oberflächlichen Menschen. Im Gegenteil. Dadurch ist es ihr möglich, hinter die Fassade der meisten Menschen zu schauen. Und so entdeckt sie auch Wests Schmerz sofort in seinen Augen. Nach außen tut er cool und macht einen auf Arschloch, aber man merkt schnell, dass er allen nur was vorspielt. Auch West konnte ich sofort in mein Herz schließen, da er im Inneren eigentlich ein hilfloser kleiner Junge ist, der Angst davor hat, seinen Daddy zu verlieren. Man bekommt sofort tiefes Mitleid mit ihm und seiner schrecklichen Situation. 
Die beiden freunden sich an und Maggie wird für West der rettende Anker, ein Fels in der Brandung. Ich fand es bewundernswert wie Maggie ihm zur Seite stand, ohne dabei an sich selbst zu denken. Zwischen den beiden entwickelt sich eine ganz besonders tiefe Freundschaft, die doch so viel mehr ist.
Natürlich weiß man, wohin das alles am Ende führt. Aber dadurch, dass Abbi hier die Krankheit Krebs aufgegriffen hat, lag der Fokus für mich eher auf dieser intensiven, anfangs freundschaftlichen Beziehung der beiden. Es gab keine sinnlosen Liebesdramen oder ähnliches und das fand ich sehr passend, weil es sonst auch die Geschichte gestört hätte. Man merkt wie wichtig es ist, jemanden zu haben, dem man zu 100% vertrauen kann. Zur Not auch ohne Worte.
Dies war für mich eine etwas andere Seite von Abbi und ich bin gespannt, wie die Reihe weiter geht.
Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen.


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Trallafittibooks

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