Freitag, 15. Juli 2016

Ein Autor und Ich




   
Erzähl doch erstmal ein bisschen von dir:

Ich bin 31 Jahre alt, verheiratet und stolze Mutter zweier wunderbarer Söhne.
Ich liebe meine Familie, Bücher und mein Haus und Garten.


       Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Es war schon immer mein Wunsch, ein Buch zu schreiben, habe es mich aber nie getraut bzw. mir zugetraut. Dann kam mir eines Tages die Geschichte von „Daniel & Ella“ in den Kopf, die mich nicht mehr losließ. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit den beiden weitergeht und dazu musste ich die Geschichte schreiben. Einmal angefangen, ging das aber wie von alleine und da hatte ich also plötzlich mein Buch. Damit war ich auch erst einmal völlig zufrieden, weil es mir ja um das Schreiben an sich ging. Aber neugierig war ich schon, ob ein Verlag sich eventuell auch für die Geschichte interessieren würde, daher habe ich mein Glück versucht und Leseproben verschickt. Und dann kam nach ein paar Wochen der Brief von meinem Verlag, dass sie sich für meinen Roman interessieren – damit ging für mich ein Lebenstraum in Erfüllung: ein wirklicher, richtiger, echter Verlag veröffentlicht ein Buch von mir, wow!! 


      Was machst du denn hauptberuflich?

Bevor ich meinen ersten Sohn bekam, war ich Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Würzburg im Fachbereich Indologie (Indienkunde).


      Durch was hast du dich bei deinen Büchern inspirieren lassen?

Das kann ich gar nicht genau sagen. Alles, was ich sehe, denke und fühle inspiriert mich, bis sich plötzlich eine Geschichte in meinem Kopf formt. Das geschieht bei mir immer recht unverhofft und ungeplant. Deshalb mache ich mir auch keinen Stress, dass mir keine Geschichten mehr einfallen – es kommt alles, wie und wann es kommen soll 


      Planst du evtl schon ein neues Buch?

Aber klar! ;) Aber die Idee(n) ist/sind noch sehr vage und nichts ist bisher in klare Worte zu fassen. Ich weiß auch nicht, wie und wann ich es mit zwei kleinen Kindern schaffe, zu schreiben (aber ich finde es heraus). Schreiben werde ich aber auf jeden Fall, es ist einfach so etwas Tolles, aus seinen Gedanken und Ideen nach und nach eine Geschichte entstehen zu lassen. Bei „Daniel & Ella“ habe ich z.B. selbst total mitgefiebert und gelitten, obwohl ich das Ende des Romans als erstes geschrieben habe. Während man schreibt, entwickeln sich die Geschichte, die Ereignisse und Personen, so dass man als AutorIn manchmal gar nicht weiß, wohin das Ganze am Ende führt. Das ist super spannend!


      Was liest du denn selbst gern in deiner Freizeit?

Ich lese gerne Liebes- und Lebensromane, Gesellschaftsromane, auch gerne hin und wieder Biografien von Persönlichkeiten, die mich beeindrucken.
Meine beiden Lieblingsautoren sind John Irving und Nicholas Sparks. Unterschiedlicher geht es nicht, aber sie schreiben beide völlig anders und natürlich über ganz andere Themen, daher ist das ein guter Ausgleich, finde ich.
Autoren, deren Bücher mir auch sehr gut gefallen haben sind: Nicolas Barreau, Mhairi McFarlane, Gayle Forman, Wolfram Fleischauer, Erin Morgenstern, Amy Silver, Beth Hoffman, Karen Joy Fouler (das ist nur eine spontane Auswahl der AutorInnen, die ich kürzlich gelesen und die mir gefallen haben)


       War es schon immer dein Traum zu schreiben?

Ja!!! Siehe Frage 2.


      Wird man dich bei der FFM antreffen? 

Wenn ich es einrichten kann, sehr gerne. Ich werde dann bei meinem Verlag (Juneberry/Schardt Verlag) zu finden sein. Darüber halte ich aber auf meiner Website gloriatraeger.de und auf meiner Autorenseite bei Facebook auf dem Laufenden.


      Wie stellst du dir deine Zukunft vor?

Am liebsten würde ich das Schreiben zu meinem Beruf machen. Dadurch würde ich meinen Traum leben und mir zusätzlich die Möglichkeit geben, eine gute Balance zwischen Arbeit und Familie zu finden, weil ich mir meine Arbeitszeit frei einteilen kann.


  Hast du noch andere Hobbys?

Ich habe sie in den anderen Antworten schon nebenbei erwähnt: Familie, lesen, gärtnern, ab und zu ein bisschen nähen (das bleibt aber total auf der Strecke zurzeit), Zeit mit Freunden verbringen. Früher habe ich Squash gespielt und geliebt (toller Sport!!), aber dafür habe ich momentan keine Kapazität.


   Wie läuft der Schreibprozess bei dir ab?? Hast du bestimmte Rituale?

Wie schon gesagt, kommen die Ideen zu meinen Büchern immer unvorhersehbar in meinen Kopf geflattert. Ich denke dann eine Weile darüber nach, drehe und wende die Idee und wenn sie klar genug für mich erscheint, fange ich an, mir Notizen zu machen. Und ab einem bestimmten Punkt schreibe ich drauflos. Ich schreibe immer die Szene, die mich gerade beschäftigt, egal ob diese zu Beginn, in der Mitte oder am Ende des Buches vorkommt. Das gibt teilweise richtiges Chaos, was ganz untypisch für mich ist. Ich bin eine sehr ordentliche Person. Zum Schluss werden die Puzzleteile dann zusammengesetzt. Bestimmte Rituale habe ich nicht. Es muss sich einfach nur richtig anfühlen.


   Was würdest du deinen Lesern gern noch sagen?

Danke!! Vielen lieben Dank für euer Interesse an meinen Geschichten!! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viel mir das bedeutet!!
Ich bekomme Emails von LeserInnen, die sich für die tollen Bücher bedanken, die sich in meinen Geschichten wiederfinden. Das ist das schönste Kompliment und meine größte Motivation, weitere Romane zu schreiben, die euch gefallen, berühren und vielleicht sogar inspirieren.

Ich bin auch absolut offen für den Dialog. Falls ihr Fragen oder Anmerkungen habt, oder wenn ihr einfach das Bedürfnis habt, mir etwas über meine Bücher zu sagen, dann könnt ihr das gerne jederzeit tun (am besten über facebook oder meine website).

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