Mittwoch, 6. Juli 2016

Rezi


Titel: Der Keller
Autor: Richard Laymon
Verlag: Heyne
Seiten: 1232
Preis: 15,99€



Klappentext

Man nennt es das „Horrorhaus“, denn vor Jahren hat es hier eine ungeklärte Mordserie gegeben. Inzwischen ist es eine Touristenattraktion, täglich besucht von zahllosen Neugierigen. Doch dann gibt es einen neuen Mord. Und noch einen. Und nach und nach stellt sich heraus, dass dies kein gewöhnlicher Killer ist – dass im Keller des Hauses eine Kreatur lebt, die alles andere als menschlich ist. Und sie fängt gerade erst an…


Wie ich es fand

Also zuerst einmal muss ich sagen, dass mich die mehr als 1200 Seiten schon ein wenig abgeschreckt haben. Das ist wirklich ein verdammt dickes Buch. 
Die ersten 200 bis 300 Seiten haben sich auch ein klein wenig gezogen. Nicht, dass es mich gelangweilt hätte, aber mir fehlte ein wenig die Action. Dafür ging es dann aber richtig los. Ich war teilweise entsetzt, schockiert oder angewidert - und das zu gleichen Teilen. Bei einigen Szenen dachte ich mir nur "Mein Gott wie krank ist das denn" . Aber ich gehe mal davon aus, dass man sowas von einem Autor wie Richard Laymon auch erwartet. Also für Zartbesaitete ist dieses Buch eher nichts. Ich persönlich fand es auch von der Brutalität her noch erträglich. Aber das ist bestimmt von Mensch zu Mensch unterschiedlich. 
Zum letzten Drittel hin, war es wieder etwas ruhiger. Der Autor arbeitet lange auf das Finale hin und ich habe mich dann doch öfter gefragt, ob da jetzt noch etwas kommt. Trotzdem ist es in keinem Fall so, dass man gelangweilt wird. Man erwartet nur einfach das Grauen.

Besonders interessant fand ich die Aufteilung des Buches. Es sind quasi 3 Romane in einem, die aber alle irgendwie miteinander verbunden sind und bestimmte Handlungsstränge der anderen Geschichten wieder aufnehmen. Das fand ich sehr gut durchdacht. Auch das einige Charaktere immer wieder auftauchen und man so immer wieder neues über sie erfährt, fand ich sehr gut. So wurden einige Personen von vielen Seiten beleuchtet. 
Das Ende fand ich....wie soll ich sagen....etwas unbefriedigend. Einige Fragen blieben ungeklärt und ich saß als Leser da und dachte "Na toll". Aber ich gehe davon aus, dass auch dies beabsichtigt war, sodass man selber seine Fantasie ankurbeln muss und nach genauem Nachdenken war es dann doch wieder passend.

Somit kann ich sagen, dass ich definitiv noch weitere Bücher von Richard Laymon lesen werde. Sein Schreibstil hat mich ein wenig an Stephen King erinnert, da er auch teilweise sehr ausschweifend erzählt. Wer ein gutes Horrorbuch sucht, sollte "Der Keller" unbedingt lesen.
Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen.

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