Freitag, 22. Juli 2016

Rezi


Titel: Jane Austens Geheimnis
Autor: Charlie Lovett
Verlag: Goldmann
Seiten: 410
Preis: 9,99€



Klappentext

Sophie Collingwood liebt Bücher, vor allem die von Jane Austen. Ihrer Leidenschaft kann sie auch beruflich nachgehen: als Angestellte in einem Londoner Antiquariat. Dort versucht sie für ihre Kunden noch die obskursten Werke aufzutreiben – wie beispielsweise „Ein kleines Buch allegorischer Geschichten". Für diese Sammlung erbaulicher Erzählungen aus dem Jahr 1796 gibt es gleich zwei Interessenten. Was Sophie nicht ahnt: Das schmale Bändchen birgt den Schlüssel zu einem Geheimnis um Jane Austens Meisterwerk “Stolz und Vorurteil”. Und plötzlich wird aus der Suche nach einem vergessenen Buch ein höchst gefährliches Abenteuer …


Wie ich es fand

Das Buch beinhaltet eigentlich 2 Geschichten. Einerseits die Geschichte von Sophie und andererseits die von Jane Austen und wie ihre Werke entstanden sind. Besonders die Erzählungen von Jane, die im Jahre 1796 bis 1817 spielen, fand ich sehr gelungen. Die Atmosphäre aus dieser Zeit wurde wunderbar aufgefangen und man konnte direkt in dieser Nostalgie abtauchen. Ich hatte zwischendrin immer wieder große Lust ein Austen-Roman zu lesen. Besonders schön fand ich, dass auch einige biographische Details mit eingebaut wurden. So konnte man noch etwas mehr über diese tolle Autorin erfahren.

Die Geschichte um Sophie vermittelte eine besonders tiefe Liebe zu Büchern. Immer wieder wurden vergangene Gespräche mit ihrem Onkel wiedergegeben, die unglaublich faszinierend waren. Sie redeten oft darüber, welchen persönlichen Wert ein Buch haben kann oder was man alles mit einem Buch verbinden kann. Das fand ich unglaublich schön, denn dadurch fühlte man sich sofort mit den beiden tief verbunden. Ein Zitat hat mich ganz besonders gerührt:

"Ein gutes Buch ist wie ein guter Freund. Es wird dich den Rest deines Lebens begleiten. Am Anfang wird es spannend und abenteuerlich sein, und Jahre später wird es zu etwas Tröstlichem, Vertrautem werden. Und am allerbesten ist, dass du sein Geheimnis irgendwann an deine Kinder, Enkel oder irgendjemand, den du liebst, weitergeben kannst."

Ich glaube, das beschreibt die wahre Botschaft des Buches und macht es somit zu etwas Besonderem.
Die Krimigeschichte, die hier dazu eingebaut wurde, hat ein klein wenig geschwächelt. So richtige Spannung wollte da jetzt nicht aufkommen. Aber es machte trotzdem Spaß, Sophies weg zu begleiten und immer wieder neues über Janes Vergangenheit heraus zu finden.
Mit dem Schreibstil hatte ich auch immer mal wieder kleine Probleme. Vor allem wenn man eine längere Pause gemacht hat. Aber das hat sich mit dem Lesen wieder gelegt.

Im Großen und Ganzen ein wunderschönes Buch,das jeder, der Bücher und Jane Austen liebt, lesen sollte.
Und für mich war es auch eine kleine Hommage an eine große Autorin der Literaturgeschichte!



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