Freitag, 16. September 2016

Rezi

Autor: Anna Snoekstra
Verlag: Harper Collins
Seiten: 304
Ebook: 14,99€
Taschenbuch: 16,99€



Die Autorin

Anna Snoekstra, Jahrgang 1988, wuchs in Canberra auf und zog mit 18 Jahren nach Melbourne, wo sie Film und Creative Writing studierte. Sie hat mehrere Kurzfilme und Musikvideos gedreht, bevor sie sich ganz aufs Schreiben konzentrierte. Ihre Geschichten sind in zahlreichen Literaturmagazinen erschienen; die Erzählung „Greyfields“ schaffte es auf die Shortlist für den renommierten „Viva La Novella“-Preis 2014. Ihre Lieblingsautoren sind Joyce Carol Oates und Susan E. Hinton, ihr Lieblingszitat stammt von Charles Bukowski: „Finde, was du liebst, und lass es dich töten“.




Klappentext

Mein Name ist Rebecca Winter. Ich wurde entführt." 

Im Sommer 2003 verschwindet die 16-jährige Rebecca Winter spurlos. Elf Jahre später greift die Polizei eine junge Rumtreiberin auf, die behauptet, Rebecca zu sein - und der Gesuchten tatsächlich so täuschend ähnlich sieht, dass deren Familie sie mit offenen Armen aufnimmt. Die vermeintliche verlorene Tochter genießt die ungewohnte Zuwendung und schlüpft mit wachsender Begeisterung in Rebeccas Kleider und Leben. Doch je intensiver sie sich mit ihrer Rolle identifiziert, desto tiefer dringt sie in Rebeccas Gefühlswelt vor. Und kommt der tödlichen Wahrheit um ihr Verschwinden immer näher …



Wie ich es fand

Dieser Roman hat es tatsächlich geschafft, mich zu überraschen. Ich wurde aufgrund des Klappentextes auf dieses Buch aufmerksam und war wirklich gespannt auf die Geschichte.

Erzählt wird in 2 Handlungssträngen. In der ersten geht es um Bec im Jahre 2003, wo ihre Geschichte erzählt wird und man langsam dahinter kommt, wie und warum sie verschwunden ist. In der zweiten geht es um die junge Australierin, die von zu Hause ausgerissen ist, von der Polizei aufgelesen wird und sich dann als Rebecca Winter ausgibt. Besonders spannend fand ich Becs Geschichte, da man sehr gut in das Geschehen involviert wurde und somit herausfindet, was eigentlich damals passiert ist. Man bekommt einen Einblick in ihr Leben, was sie so beschäftigt und welche Probleme sie hat. 
An einigen Stellen treten hier dann erste Ungereimtheiten auf, bei denen ich bis jetzt immer noch nicht weiß, was genau die Autorin damit bezwecken wollte.
Auch in der 2. Story gibt es einige Dinge, die nicht so gut durchdacht sind. Zum Beispiel findet es niemand verwunderlich, dass die wiedergefundene Becs anscheinend null verängstigt oder traumatisiert ist. Außerdem wird ihre Identität ziemlich schnell hingenommen, ohne dem ganzen wirklich nachzugehen.
Trotzdem fand ich den Verlauf ziemlich spannend und ich war oft sehr gefesselt. Die ganze Zeit fragt man sich, wer Becs damals entführt hat. Bis zum Ende bleibt das natürlich offen. Und auf die Auflösung wäre ich persönlich niemals gekommen. Das war ziemlich gut durchdacht und ich fand es klasse.
Auch wenn es es so einige Dinge gab, die irgendwie unlogisch erschienen, würde ich sagen, dass dies ein wirklich guter Thriller war, der mich super unterhalten hat. Darum würde ich ihn auch definitiv weiterempfehlen.

Danke an NetGalley und Harper Collins für das Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. In weiten Teilen sehe ich das ähnlich wie Du, allerdings fand ich das Ende ehrlich gesagt gar nicht so durchdacht, mich hat es leider gar nicht überzeugt. Ich finde, man hätte viel mehr aus der Geschichte holen können, das ist wirklich schade.

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  2. Klar an manchen Stellen waren Dinge unlogisch, aber im großen und ganzen fand ich die story trotzdem ziemlich gut. Wahrscheinlich weil ich auch mit sowas absolut nicht gerechnet hab.

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