Dienstag, 13. September 2016

Rezi

Autor: Cecilia Vinesse
Verlag: dtv
Seiten: 304
Ebook: 12,99€
Gebundene Ausgabe: 14,95€




Die Autorin

Cecilia Vinesse ist halb Engländerin, halb Amerikanerin, und wie Sophia besuchte sie die internationale Schule in Tokio. Ihren Uniabschluss machte sie in New York, lebt heute aber in England mit ihrem Freund, einem Mops und einer großen Auswahl an Büchern und Tee.



Klappentext

Dies ist die Geschichte von Sophia und Jamie und der einen Woche, in der die Zeit stehen zu bleiben schien...
Eine Woche noch bleibt Sophia in Tokio, der Stadt, in der sie seit vier Jahren lebte. Dann muss sie zurück in die USA ziehen und all das aufgeben, was ihr wichtig ist: das pulsierende Tokio mit seiner Mischung aus Fremdheit und Vertrautheit, vor allem aber ihre besten Freunde Mika und David. Da kommt Jamie Foster-Collins nach längerer Abwesenheit zurück in die Stadt: Jamie, Sophias heimliche erste Liebe, der ihr damals das Herz gebrochen hat. Auf nichts hat Sophia weniger Lust als darauf, sich den Abschied von Tokio durch Jamies Rückkehr zusätzlich verkomplizieren zu lassen. Doch genau das geschieht: Jamie ist wieder da, und natürlich wirbelt er Sophias ohnehin schon strapaziertes Gefühlsleben noch zusätzlich durcheinander.



Wie ich es fand
(Vorsicht Spoiler)

Mir fällt es ein wenig schwer, hier meine Meinung zu äußern, da das Buch keinerlei Emotionen in mir geweckt hat. Weder positive noch negative. Es ließ sich wirklich schnell und flüssig lesen, aber das war auch schon alles.
Das Cover wirkte auf mich sehr ansprechend, gerade durch die bunte Farbgebung. Genau so stelle ich mir auch Tokio vor. Bunt. Und ich hatte gehofft, in diese Stadt abtauchen zu können. Leider kam bei mir gar kein Japan-Feeling auf. Es wurden zwar öfter japanische Bezeichnungen verwendet für Straßen oder Gebäude, aber das war es auch schon. Vom japanischem Flair, Bräuchen oder Traditionen bekommt man keinen Eindruck. Es gibt auch keine japanischen Protagonisten. 
Die Charaktere waren auch sehr kurios und teilweise oberflächlich. Wie leider so vieles in der Geschichte. Sophia lernt man noch am besten kennen, da sie die Hauptrolle spielt. Sie ist sehr verzweifelt, weil sie Tokio verlassen muss und somit auch ihr jetziges Leben. Ihre beste Freundin Mika fand ich nicht sonderlich sympathisch. Sie zickt und meckert ständig rum und auch ihre Freundschaft zu Sophia würde ich nicht als solche bezeichnen. Der dritte im Bunde ist David. Er ist zwar witzig, aber sehr oberflächlich und egoistisch. Er nutzt andere aus und macht Witze auf deren Kosten. Dinge, wie Vertrauen, Spaß, Zuneigung oder ähnliches, die eine wahre Freundschaft ausmachen, habe ich hier vermisst. Jamie war mir noch der liebste Charakter von allen. Er ist lieb, sieht Fehler ein, wenn er sie macht und kümmert sich um seine Freunde. Am schlimmsten aber fand ich Sophias Schwester. Ich habe sie als böse, zickige und launische Person empfunden, die null Empathie ihrer Schwester gegenüber besitzt.
In der ganzen Handlung gab es sehr viel Klischees und Dramen, die eigentlich ziemlich unnötig waren. Auch das Verhältnis zwischen Sophia, David und dann Jamie konnte ich absolut nicht nachvollziehen. Alles passiert viel zu schnell, ohne Erklärung, ohne das tatsächlich etwas passiert. Bei mir kamen auch keine Gefühle rüber und wenn es der Autorin dann doch mal gelang etwas tiefer zu gehen, wurde die Situation durch aufgesetzte und künstliche Dialoge wieder zerstört.
Auch die Nebenhandlung mit Sophias Vater war nicht wirklich sinnvoll. Das Thema wird immer mal wieder angeschnitten, aber sonst wird nicht weiter darauf eingegangen. Am Ende erledigt sich das ganze einfach und das Thema wird abgehakt, was meiner Meinung nach, zu der vorhergehenden Dramatik nicht passte.
Das Ende fand ich dann doch recht passend und ich war froh, dass es hier kein erzwungenes Happy End gab.
Zusammenfassend würde ich sagen, dass hier relativ nichtssagend eine Geschichte erzählt wird, die durchaus Potenzial gehabt hätte. Sie war weder gut noch schlecht, sie ist eben einfach da. Man kann sie also lesen, man verpasst aber auch nichts, wenn man es nicht tut.

Ich bedanke mich beim dtv Verlag und lovelybooks für das Leseexemplar.


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