Freitag, 21. Oktober 2016

FaB(olous) Friday

Das Parfum



















Das Buch

Das Parfum ist ein Roman des deutschen Schriftstellers Patrick Süskind aus dem Jahr 1985. Dem Lebenslauf eines mit genialem Geruchssinn ausgestatteten Parfümeurs folgend, erkundet er die Welt der natürlichen und künstlichen Gerüche, thematisiert deren mögliche Bedeutung in zwischenmenschlichen Beziehungen und beschreibt traditionelle wie unkonventionelle Herstellungsverfahren von Parfum. Das der Postmoderne zugeschriebene Werk erlaubt eine Vielzahl von Lesarten, unter anderem als Entwicklungs-, Bildungs-, Künstler- und Kriminalroman – einschließlich deren Parodien.
Mit Übersetzungen in 48 Sprachen und bisher weltweit mehr als 20 Millionen verkauften Exemplaren ist Das Parfum einer der größten Bucherfolge unter den deutschsprachigen Romanen des 20. Jahrhunderts. Nach seinem Erscheinen hielt sich der Titel rund neun Jahre in der Spiegel-Bestsellerliste. Etwa ebenso lange wartete der Diogenes-Verlag mit der Publikation der ersten Taschenbuchausgabe. Das Urteil der nationalen wie internationalen Kritik war nahezu einhellig positiv. 1987 wurde Das Parfum in der Übertragung von John E. Woods mit dem World Fantasy Award ausgezeichnet.
Bedingt durch die Öffentlichkeitsscheu des Autors sind viele Details der Entstehungsgeschichte des Romans noch unbekannt. Die Filmrechte verkaufte Süskind nach langem Zögern 2001 an den befreundeten Bernd Eichinger, dessen kommerziell erfolgreiche Produktion Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders fünf Jahre später Premiere hatte.

Der Roman erzählt das Leben von Jean-Baptiste Grenouille (zu deutsch ‚Frosch‘), der mit einem phänomenalen Geruchssinn, aber ohne jeden Eigengeruch auf die Welt kommt. In seiner Kindheit und Jugend ist er als Waise vielen Demütigungen ausgesetzt, gegen die ihn jedoch sein starker Überlebenswille schützt. Durch den Erwerb eines Gesellenbriefs emanzipiert, lebt er zunächst als Eremit. Später wird er zum Mörder, als er seine Vision, „der größte Parfumeur aller Zeiten“ zu werden, in die Tat umsetzt. Sein krönendes Parfum verschafft ihm scheinbar unbegrenzte Macht, führt ihn am Ende aber in die Desillusionierung und zum Scheitern.


Wie einige andere auch, musste ich dieses Buch damals in der Schule lesen. Ich würde sagen, es war definitiv eins der guten Bücher, aber wie es eben so ist, wenn man gezwungen wird etwas zu lesen, war es trotzdem nicht das Highlight. Und wirklich erinnern kann ich mich auch nicht mehr dran, obwohl ich weiß, worum es geht. Aber das könnte auch am Film liegen.
Vielleicht sollte ich es nochmal lesen?!

Wer hat es schon gelesen und kann sich noch erinnern??





Der Film






ist ein von dem deutschen Regisseur Tom Tykwer inszenierter Spielfilm aus dem Jahr 2006. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Patrick Süskind. Produziert wurde er unter anderem von Constantin Film, Castelao Producciones S.A., Nouvelles Éditions de Films und dem VIP 4 Medienfonds. Kinostart in Deutschland war der 14. September 2006. Mit einem Budget von über 50 Millionen Euro zählt er zu den teuersten deutschen Filmproduktionen.


Kritiken

Das Lexikon des internationalen Films befand: „Regisseur Tom Tykwer gelingt mit seiner Verfilmung bildgewaltiges Unterhaltungskino, das sich, wie bereits die Romanvorlage, vor allem auf die schillernde Oberfläche des Stoffs konzentriert, während Charaktere und zeitgeschichtliche Hintergründe zwar konturiert, aber nicht vertieft werden. Die gestalterische Perfektion und Sinnlichkeit des Films sorgen dennoch dafür, dass keine Längen entstehen.“
Katja Nicodemus urteilte für Die Zeit: „Es hätte eine große Kitschoper, eine düstere Leichenfledderer-Geschichte, ein brutaler Serienkiller-Film werden können. Umso seltsamer, dass Eichinger und Tykwer mit viel Aufwand ein derart biederes Werk hergestellt haben, einen Film, der schon beim Verlassen des Kinos auf ein paar Naseneinstellungen im Kostümmuseum zusammenschrumpft.“
Laut der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung war Ben Whishaw als Grenouille „keine schlechte Wahl: kein Schönling, nicht zu derb – und leider ohne den leisesten Anflug von Dämonie […] Das Parfum macht auf den ersten Blick mächtig Eindruck, es führt seine Schauwerte vor und verwelkt schon leicht in der Herznote, wenn der erste Bildersturm sich gelegt hat; es wird bieder und in aller Opulenz steril. Was als Basisnote bleibt, das ist gediegene Langeweile, das ist der solide Romanverfilmungsstandard.“
FACTS bemängelte einen ähnlichen Punkt: Die Darstellung Grenouilles werde im Vergleich zum Buch verharmlost („Scheusal wird Liebeskasper“), und dass die Eigenart der Hauptperson Schaden nahm – im Buch sei Grenouille „kompromisslos abartig“ – aber in der Verfilmung werde damit gespielt, ob zwischen Grenouille und einer der Jungfrauen, die er tötet, eine Liebe entstehen würde. Tykwer begründete dies mit den Vorlieben des Publikums.
Andere Kritiker sprechen von einer „Literaturverfilmung, die in ihrem Erscheinungsbild brillant anmutet, der Originalvorlage in weiten Zügen treu geblieben ist, aber dennoch eine generelle Schwierigkeit aufzeigt: dass nämlich die filmische Verarbeitung von Bestsellern immer eine Interpretation des Originals ist und dass dabei zwangsläufig einiges an Inhalt verloren geht. Mitunter auch ganz zentrale Aspekte.“


Also ganz so schlimm, wie diese Kritiken fand ich den Film nicht. Obwohl ich deutsche Filme generell nicht so angetan bin. Klar es war kein Blockbuster. Aber für eine Verfilmung eines Klassikers fand ich es ganz ok. Und das eine Buchverfilmung vom Buch abweichen kann, empfinde ich auch als normal. Fast alle Verfilmungen, die ich kenne, entsprechen nicht zu 100% dem Buch. Und ich denke, das ist auch gar nicht wirklich möglich.

Wie habt ihr den Film denn empfunden?
Muss man ihn gesehen haben oder eher nicht? (Ich würde sagen nein *gg*)






















Kommentare:

  1. Ich liebe dieses Buch, allerdings musste ich es auch nicht in der Schule lesen, sondern habe das ganz freiwillig getan. Es gehört zu den Büchern, die ich immer wieder gerne lese. Den Film hingegen fand ich nicht sonderlich gelungen, was aber auch daran liegt, dass es meiner Meinung nach nahezu unmöglich ist, ein Buch zu verfilmen, das nicht auf der visuellen Ebene angesiedelt ist, sondern vor allem den Geruchssinn des Lesers anspricht. Das lässt sich nur sehr schwer in Bilder übersetzen, finde ich.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da gebe ich dir voll und ganz recht...manche Dinge sollte man dann vielleicht einfach nicht verfilmen und es so belassen. Trotzdem gibt es weitaus schlechtere Verfilmungen meiner Meinung nach ;)

      Löschen