Montag, 5. Dezember 2016

Rezi

Autor: J. Kenner
Verlag: Diana Verlag
Seiten: 384
Ebook: 8,99€
Taschenbuch: 9,99€
ISBN: 978-3453359154
erschienen am: 11.10.16














Die Autorin

Die New-York-Times- und SPIEGEL-Bestsellerautorin J. Kenner wurde in Kalifornien geboren und wuchs in Texas auf, wo sie heute mit ihrem Mann und ihren Töchtern lebt. Sie arbeitete viele Jahre als Anwältin, bevor sie sich ganz ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, widmete.




Klappentext

Die Erinnerung an Dallas Sykes brennt in mir.

Jeder kennt ihn als den berüchtigten Playboy, für den Frauen und Geld bloße Zahlen sind. Doch für mich ist er der Mann, nach dem ich mich sehnlichst verzehre. Und den ich nie haben kann.

Dallas versteht mich so gut wie niemand sonst. Wir tragen in uns dieselben Wunden, dasselbe dunkle Kapitel unserer Vergangenheit. Ich wollte ihn vergessen, aber nun, da wir uns wiedersehen, kann ich der Anziehungskraft zwischen uns nicht widerstehen.

All die Jahre wehrten wir uns gegen unser Verlangen. Doch nun ist es an der Zeit, es endlich zuzulassen.




Wie ich es fand

Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, wie ich dieses Buch bewerten soll. Zum einen hat mir der Schreibstil der Autorin gefallen. Er war einfach und fließend zu lesen und ließ einen sehr schnell in die Geschichte abtauchen. Auch die Grundidee finde ich gut und spannend, da sie einen ernsten Hintergrund hat und sich nicht ausschließlich um Sex dreht. Aber ich glaube, genau da liegt auch das Problem. Zum einen war ich ab und zu von der m...- und s...lastigen Sprache genervt. Es kam oft einfach billig und nicht erotisch rüber. Außerdem war ich irritiert davon, dass die Autorin auch bei den jüngeren Versionen der Protagonisten (sie sind da beide 15 Jahre jung) zu dieser harten Sprache greift. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein 15-jähriger, der unfassbar verliebt und noch Jungfrau ist, sich so ausdrückt. Ich möchte jetzt gar nicht genauer darauf eingehen, aber es war einfach nur unpassend. Desweiteren fand ich es erschreckend, dass es hier so dargestellt wird, als könnte man ein psychisches Trauma mit hemmungslosem Sex überwinden oder lindern. Ich weiß nicht, ob das so beabsichtigt war, aber ich habe mehr als einmal ungläubig mit dem Kopf geschüttelt. Ansonsten gibt es natürlich die üblichen Klischees, die mehr als wirklich nötig bedient werden. Zum einen der ständige Kampf gegen die Gefühle - dieses extreme Hin und Her. Dann diese "Abgefucktheit" von Dallas, die mich zu sehr an Mr. Grey erinnert hat. Und natürlich wird mal wieder die BDSM-Sparte bedient. Im Großen und Ganzen eine Story, wie wir sie schon zig mal gelesen haben. Bis auf die Handlung neben der Beziehung und neben dem Sex. Denn diese fand ich an sich schon ziemlich spannend und hier würde es mich auch interessieren, wie es weitergeht. Wer also mit Klischees klar kommt (man weiß ja eigentlich, was einen in diesem Genre erwartet und da wird man auch nicht enttäuscht) und sich an einer rauen und harten Sprache nicht stört, kann dieses Buch durchaus lesen und auch Spaß daran haben. Solche die auf Romane a la CoHo stehen, werden eventuell nicht so viel Freude haben. Ich werde dem 2.Teil aber definitiv eine Chance geben, da die Neugier doch zu groß ist.

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