Mittwoch, 12. Juli 2017

(Rezension) - Ich, Eleanor Oliphant

Autor: Gail Honeyman
Verlag: Bastei Lübbe
Ebook: 15,99€
Hardcover: 20,00€
Seiten: 528
ISBN: 978-3431039788
erschienen am: 24.04.2017











Die Autorin


Gail Honeyman lebt und arbeitet in Glasgow. Sie bekam bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Ich, Eleanor Oliphant ist ihr erster Roman.



Klappentext


Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand

Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus - und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.

Mit ihrem Debüt "Ich, Eleanor Oliphant" ist Gail Honeyman ein anrührender Roman mit einer unvergesslichen Hauptfigur gelungen. Ihre erfrischend schräge Sicht auf die Dinge zeigt uns, was im Leben wirklich zählt. Liebe. Hoffung. Ehrlichkeit. Und vor allen Dingen die Freundschaft.




Wie ich es fand

Ich bin wirklich froh, dass ich vorm lesen dieses Buchs keinerlei Rezensionen dazu gelesen habe. Ich war also völlig unvoreingenommen und dadurch war auch gut so.
Der Schreibstil der Autorin ist unfassbar gut. Anspruchsvoll und trotzdem witzig. Sehr klug, aber trotzdem wunderbar leicht zu lesen. Sie hat mich einfach fast von der ersten Seite an gefesselt.
Eleanor ist ein sehr außergewöhnlicher Charakter. Das mag sowohl an ihrer Vergangenheit liegen, aber auch an dem einsamen leben, dass sie sich selbst ausgesucht hat. Sie ist oft sehr einsam und hat irgendwie gar keine Ahnung von dem "normalen" Leben. Sie hat weder ein smartphone noch kennt sie sich mit Umgangssprache aus. Sie nutzt weder Facebook noch Twitter. Sie hat generell Probleme, mit anderen Menschen ganz normal zu kommunizieren. Teilweise versteht sie deren verhalten gar nicht. Und genau aus dieser Unwissenheit und ihrem denken, dass eigentlich die anderen komisch sind und nicht Sie, ergaben sich so einige witzige Szenen. Ich habe bestimmt oft lauthals gelacht, weil es manchmal einfach so grotesk war.
Natürlich wollte man auch unbedingt wissen, was es mit ihrer Mutter auf sich hat. Und wie sich die Geschichte mit dem Sänger entwickeln wird.
Ich wusste ab und an nicht, ob ich lachen oder weinen soll, weil Eleanor einfach absolut keine Ahnung vom Leben und der Gesellschaft hat. Es war schön echt kurios.
Es war aber toll zu sehen, wie sie sich mit Raymonds Hilfe entwickelt. Wie sie dazulernt und langsam einen Weg ins normale leben findet.
Meiner Meinung nach ist dies ein sehr außergewöhnliches und eigentlich trauriges Buch über einen sehr einsamen und gebrochenen Menschen. Die Autorin zeigt absolut grandios auf, was solche Dinge mit Menschen machen können und wie sie darunter leiden. Einziges Manko dieser Geschichte war, dass mich relativ wenige intensive Gefühle erreicht haben. Auch wenn ich mich gut in Eleanor einfühlen und sie verstehen konnte, so blieb der große knall aus.
Trotzdem war es absolut lesenswert und ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Von mir gibt es 4 von 5 Schmetterlingen.

Ein Dankeschön an den Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Hallo

    Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen. Ich kann deinen Worten nur zustimmen.
    Ich verlinke deine Besprechung bei meiner.

    Liebe Grüße,
    Gisela

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  2. Huhu :)

    Ich hab das Buch hier noch auf dem SuB liegen und ich hatte mal in die erste Seite hineingelesen, welche mir super gut gefallen hat. Ich mochte den Schreibstil und das was erzählt wurde hatte mich auch sofort innerlich berührt :)

    Liebe Grüße
    Laura

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