Samstag, 16. Juli 2016




Rezi


Titel: Als wir uns sahen
Autor: Gloria Träger
Verlag: Juneberry
Seiten: 191
Preis: 10,00€


Klappentext

Als Carly und Gerrit sich begegnen, ist sofort klar, dass sie füreinander bestimmt sind. Noch während des Studiums ziehen die beiden zusammen und heiraten bald darauf. Die Stabilität ihrer Beziehung steht genauso außer Zweifel wie die Gestaltung ihrer gemeinsamen Zukunft: Carly träumt von einer Karriere als Violinistin, Gerrit möchte als Anwalt für Umweltrecht die Welt verbessern. 
Ihr Leben voller Liebe, Glück und Geborgenheit könnte kaum vollkommener sein. 

Doch dann geschieht etwas, das die Beziehung in ihren Grundfesten in Frage stellt. Danach ist nichts mehr so wie vorher. Auf einmal ist alles ungewiss...


Wie ich es fand

Carly und Gerrit sind 2 sehr sympathische und vor allem authentische Charaktere. Carly ist ein ganz normales Mädchen. Sie geht in die Schule, trifft Freunde und sie spielt leidenschaftlich gern Violine. Ich hab sie von Anfang an gemocht, weil sie eine liebe und nette Person ist. Jemand, mit dem man auch im wahren Leben gern befreundet sein würde. Auch Gerrit ist ein wundervoller Mensch. Er ist humorvoll, zuvorkommend und die Ruhe in Person. Ein Junge, in den sich jedes junge Mädchen sofort verlieben würde. Wir begleiten die beiden bei der Entstehung ihrer Liebesgeschichte. Diese ist anfangs zart und sehr süß und wird im Laufe der Zeit zu einer tiefen und intensiven Bindung, zur wahren Liebe. Es macht Spaß zu lesen, wie sich die Beziehung und das Leben der beiden entwickelt. Wie sie vom Teenager zum Erwachsenen werden und wie auch ihre Beziehung immer weiter wächst. Was ich eigentlich am schönsten fand, ist die Tatsache, dass es auch eine Geschichte aus dem normalen Leben hätte sein können. Keiner der beiden Protagonisten war überdurchschnittlich heiß, sexy oder super schlagfertig. Sie sind einfach normale Menschen, wie Du und Ich, mit all ihren Fehlern und Zweifeln, die jeden von uns mal begleiten.
Andererseits war das auch wieder ein bisschen der Grund, warum mich das Buch nicht zu 100% mitreißen konnte. Das ganze war einfach so angenehm normal, dass man gar nicht überrascht werden konnte. Mir war von Anfang an relativ klar, worauf das alles hinaus läuft und wie es enden würde. Auch die richtig großen Gefühle haben mich nicht wirklich erreicht. Ich hatte mit ein klein wenig mehr Drama gerechnet. Auch das Ende kam dann doch etwas zu schnell und irgendwie zu einfach.
Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Zu Beginn wechselt die Autorin zwischen "Damals" und "Heute", wo erst die Geschichte des Kennenlernens und dann die heutige Situation erzählt wird. Schon nach kurzer Zeit verweilen wir aber im "Heute" und es gibt keine weiteren Kapitelunterteilungen. Ich persönlich mag es lieber, wenn ein Buch in Kapitel eingeteilt ist, aber den Lesefluss hat es nicht gestört. 
Im Großen und Ganzen war es aber trotzdem ein schönes Buch, dass sich super zwischendurch zur Entspannung lesen lässt. Wer also einfach mal abschalten will und keine großen Dramen und Kämpfe braucht, ist hier an der richtigen Adresse. Die perfekte Sommerlektüre für den Strand.
Aus diesem Grund vergebe ich für "Als wir uns sahen" 3 von 5 Sterne. 


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