Sonntag, 17. Juli 2016

Rezi




Autor: Kim Kestner
Verlag: Arena Verlag
Seiten: 474
Preis: 18,99€



Klappentext


Für Abby ist es die schönste Zeit des Jahres! Jeden Sommer verbringt sie mit ihrer Familie die Ferien im Nationalpark Acadia. Doch diesmal wird die Idylle überschattet: Der zur Unterhaltung engagierte Magier Juspinn fasziniert die Feriengäste nicht nur mit seiner Show – er scheint sie zu manipulieren. Mit Schrecken muss Abby feststellen, wie sich ihre Familie und Freunde mehr und mehr zum Schlechten verändern. Besonders ihre Schwester Virginia ist auf einmal wie von Sinnen. Abby selbst spürt nicht nur die Anziehungskraft des Fremden, sondern auch die Gefahr, die von ihm ausgeht. Juspinn scheint auf der Suche zu sein, nach etwas, das nur sie ihm geben kann.
Die Geschichte einer undenkbaren Liebe im Kampf gegen die größten Mächte der Welt.



Wie ich es fand

Als erstes an diesem Buch hat mich natürlich das Cover angezogen. Mit diesem schwarz-weißen Kontrast ist es sehr auffällig und, wie ich finde, wunderschön. 
Was mich als nächstes total begeistert hat, war die erste Seite mit einem Zitat von Marc Aurel:

ANIMA coloribus cogitationum tuarum tingitur.
Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken.

Darin steckt viel mehr Wahrheit, als einigen bewusst ist. Und dieses Zitat gibt sehr gut den tieferen Sinn des Buches wieder.

Eingeteilt ist die Geschichte in 2 Teile. Den ersten Teil fand ich interessant und angenehm zu lesen, aber wirklich spannend war er noch nicht. Umso besser war der 2. Teil durch den ich quasi geflogen bin. Ich fand Abbys Entwicklung, aber besonders auch Juspinns, sehr gelungen. Im ersten Teil wird man langsam herangeführt an Juspinns wirkliche Person und was es damit auf sich hat. Doch wirklich aufgelöst wurde das dann erst im 2. Teil. Auch wenn man es sich denken konnte, fand ich die Idee sehr gut.
Die Charaktere fand ich super dargestellt. Auch wenn mir die Gutherzigkeit von Abby manchmal etwas zu viel war, so war sie doch der springende Punkt des Ganzen. Von Juspinn war ich total begeistert. Er war anfangs so düster und geheimnisvoll. Als wirklich böse habe ich ihn aber nicht empfunden. Den Verlauf der Geschichte fand ich an sich toll, dennoch hätte ich mir etwas mehr Action gewünscht, Gerade in der Endphase hätte man das durchaus noch etwas ausbauen können. Aber das ist Nörgeln auf hohem Niveau. Die letzten Seiten fand ich anfangs erst zu "oberflächlich" und hatte gehofft, dass man noch mehr über das Leben von Juspinn und Abby erfährt. Nachdem ich etwas intensiver darüber nachgedacht habe, war es dann doch wieder sehr passend, weil es mehr um die Auswirkungen im Allgemeinen ging und nicht um die zwischenmenschliche Beziehung der beiden Protas.
Insgesamt ein sehr gelungenes Werk und ich werde definitiv mehr von Kim Kestner lesen.
Ich verteile mal wieder 4 von 5 Sternen. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen