Montag, 8. August 2016

Rezi

Autor: Meg Leder
Verlag: CBJ-Verlag
Seiten: 321
Ebook: 13,99€
Gebundene Ausgabe: 16,99€



Über die Autorin

Meg Leder begann ihre Karriere zunächst als Buchhändlerin und Lehrerin. Heute arbeitet sie neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit als Lektorin in New York. In der übrigen Zeit liest sie, hält Ausschau nach Street Art und beobachtet die Menschen in Brooklyn, wo sie auch lebt.



Klappentext

Eine Gebrauchsanleitung in Sachen Liebe sollte wirklich endlich mal jemand schreiben!, findet die 17-jährige Penelope, als sie mit Karacho in ihre erste große Liebesgeschichte reinrauscht und, ohne über Los zu gehen, erst wieder an der Abfahrt »Herzensleid« zum Stehen kommt. Darauf bereitet einen wirklich keiner vor, weder Eltern noch Lehrer noch sonst wer von den angeblich so Erwachsenen. Genau betrachtet haben die nämlich auch kein Patentrezept in Sachen Liebe parat. Also beschließt Penelope, selbst dieses Buch zu schreiben, die Geschichte ihrer großen Liebe und deren Scheitern, entlang an all den kleinen Erinnerungsstücken, die sich durch Penelopes Liebesleben ziehen: vom ersten Händchenhalten im Kindergarten über den ersten kumpelig-peinlichen Kuss mit 11, bis hin zum ultimativen Date mit Mr Right.


Wie ich es fand 

(Vorsicht eventuell versteckte Spoiler)

"Aber als ich so in die Dunkelheit meines Zimmers starrte, (...), dachte ich, dass es vielleicht so war, dass man statt Happy Ends Neuanfänge bekam. Hunderte von kleinen Neuanfängen in jedem Moment, jeder einzelne tief in seiner Geschichte verwurzelt und doch neu, Geschichten, auf die man bauen konnte, egal welche Veränderungen
 die Welt für einen bereit hielt."

Ich glaube, dieses Zitat drückt so ziemlich alles aus, was dieses Buch uns mitteilen möchte. Wir streifen alle durch das Leben auf der Suche nach dem großen Happy End. Nach der großen Liebe. Nach dem/der Einen. Wir haben eine bestimmte Vorstellung von der Person in unseren Köpfen und stellen uns alles ganz wundervoll vor. Aber was ist, wenn unsere Vorstellung nicht der Realität entspricht? Wenn wir die ganze Zeit dem falschen Traum hinterher gelaufen sind und das wahre Glück schon längst in unserem Leben ist? Sollte man seinen Traum dann aufgeben? Oder sich einfach einen neuen suchen? Oder sollten wir doch lieber die Chance in dem entdecken, was wir schon haben?

Genau diese Fragen, habe ich mir beim Lesen gestellt. Auf den ersten Blick mag das Buch gar nicht so tiefgründig sein und man muss schon etwas genauer hinschauen. Ich fand es wirklich schön, mit Penelope noch einmal in die Jugend zu reisen. Die erste große Liebe zu erleben und all die Fragen und Probleme, die in diesem Alter aufkommen. Man fühlt sich sofort selbst wieder wie ein 17-jähriger Teenager. Penelope ist sehr authentisch. Sie ist schüchtern und zurückhaltend, aber in manchen Situationen auch etwas unbedacht. So wie es eben normal ist. Sie macht Fehler, schätzt Menschen falsch ein und lernt dazu; lernt sich selbst und die Welt besser kennen und auch schätzen. Eine wirklich sehr schöne Geschichte über Freundschaft, die erste Liebe und das Erwachsenwerden.
Für mich definitiv eine Empfehlung.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen