Freitag, 2. September 2016

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Trainspotting



Das Buch

Trainspotting ist der Titel eines 1993 erschienenen Buches von Irvine Welsh. Es handelt von der schottischen Drogenszene und erzählt aus ständig wechselnder Perspektive der verschiedenen Protagonisten. 2002 erschien mit Porno die Fortsetzung, die zehn Jahre nach Trainspotting spielt. 2012 veröffentlichte Welsh den Roman Skagboys, der die Vorgeschichte von Trainspotting darstellt.


Die Geschichte spielt im Junkie-Milieu der schottischen Stadt Edinburgh. Mark Renton und seine Freunde Simon David Williamson alias Sickboy, Danny „Spud“ Murphy und Francis Begbie leben in Leith, einem Stadtteil von Edinburgh. Einen durchgehenden Handlungsstrang gibt es nicht. Die Personen des Romans genießen Drogen, Gewalt, Fußball, Sex und anderes. Im Mittelpunkt des Buches steht Renton und um ihn herum werden Storys von Gewalt, ungeschütztem Sex, unreinem Fixerbesteck, AIDS und Tod und anderem erzählt.

Irvine Welsh hat von seinem Roman auch eine Theaterfassung mit großem dramatischem Sog geschrieben, die auf den deutschsprachigen Bühnen mit viel Erfolg gespielt wurde.
  • Die Schweizer Erstaufführung fand am 28. April 2005 unter der Regie von Urs Odermatt (Bühne: Rainer Sinell) im Stadttheater St. Gallen statt.
  • Im Jahr 1997 fand eine an der literarischen Vorlage orientierte, sehr freie Inszenierung an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin unter der Leitung von Intendant Frank Castorf statt.


Zitate
  • Freunde sind die reine Zeitverschwendung. Dauernd versuchen sie einen auf ihr Niveau sozialer und sexueller Mittelmäßigkeit hinabzuziehen.
  • Ich hatte die Fähigkeit des Junkies entwickelt, immer lügen zu können. Inzwischen konnte ich besser lügen als die Wahrheit sagen.
  • Wenn es um Drogen ging, waren wir alle zutiefst liberal und vehement gegen jegliche staatliche Eingriffe.
  • Ich bin umringt von den Typen, die mir am nächsten stehen, aber ich hab mich noch nie so einsam gefühlt. In meinem ganzen Leben noch nicht.



Der Film

Trainspotting – Neue Helden (original: Trainspotting) ist ein schottisches Filmdrama des Regisseurs Danny Boyle aus dem Jahr 1996. Es handelt sich um eine Verfilmung des Romans Trainspotting (1993) von Irvine Welsh.


Der Film handelt von einer Heroin-Clique in Leith, einem Stadtteil der schottischen Hauptstadt Edinburgh. Der Erzähler ist der junge Mark Renton, ein Heroinabhängiger, gespielt von Ewan McGregor, der gleich zu Anfang des Films und dann immer wieder clean werden will. Seine Freunde stehen ihm dabei jedoch im Weg, und den ganzen Film über gibt es eigentlich nur einen kurzen Aufenthalt in London, in dem er keine Drogen irgendwelcher Art konsumiert. Zum Schluss stiehlt er seinen Freunden 16.000 Pfund aus einem Heroindeal und will damit ein neues Leben anfangen.
Als Junkies spielen Renton, Spud und Sick Boy immer wieder mit dem Tod, gleichzeitig sprühen sie vor Energie und Lebensfreude. Das Elend der Sucht wird vielfach sichtbar: Das Baby einer Freundin stirbt an Vernachlässigung, der naive Tommy an einer wahrscheinlich durch AIDS begünstigten Toxoplasmose, Renton wird von den Eltern zum kalten Entzug gezwungen. Ergänzt wird die Szenerie durch Figuren wie den kleinkriminellen, psychopathischen Alkoholiker Begbie und die 16-jährige Diane, die eine Affäre mit Renton hat.
Trainspotting zeichnet ein negativ-satirisches Bild der britischen Gesellschaft in den späten achtziger Jahren. Renton und seine Freunde tragen als drogenabhängige Arbeitsverweigerer mit punkigen Attributen die Pose von Hass und Verachtung vor sich her, gleichzeitig hört ihre Freundschaft beim Besorgen des nächsten Schusses auf, und sie verraten und betrügen sich gegenseitig. Als Renton zwischendurch nach London flieht, arbeitet er für ein Maklerbüro und setzt höchst erfolgreich die gleichen Eigenschaften ein, die er als Junkie in Leith erworben hatte. Am Ende bestiehlt Renton nach dem Heroindeal zwar den durchgeknallten Begbie und den zynischen Sick Boy, lässt dem harmlosen Träumer Spud aber doch seinen Anteil zukommen.
Der Film weicht jedoch sehr von der Romanvorlage ab.




Den Film habe ich vor Ewigkeiten gesehen. Ich weiß gar nicht mehr, wie lang das her ist. Und ich fand ihn echt krass und schockierend damals. Vor allem da dieses Thema zu der Zeit doch noch eher tabu war oder zumindest nicht so offen besprochen wurde.

Und genau aus dem Grund habe ich mir auch das Buch gekauft. Weil ich wissen wollte, ob es genauso krass ist oder eventuell sogar noch extremer. Leider muss ich zugeben, dass es schon echt lang in meinem Regal steht und ich es immer noch nicht gelesen habe. Schande über mich.

Vielleicht hat es ja schon jemand von euch gelesen?
Wenn ja, wie war das Buch?
Wie war eure Erfahrung mit dem Film damals??

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