Mittwoch, 14. September 2016

VerlagsMittwoch

Lektora Verlag




Aus gegebenem Anlass möchte ich euch heute gern den Lektora Verlag vorstellen. Denn demnächst erscheint ein Buch in diesem Verlag, auf das ich mich sehr freue. Und zwar geht es um "Mittelmeersplitter" von Theresa Sperling. Eine junge Autorin hat mich schon vor einiger Zeit auf Theresa aufmerksam gemacht, weil ich Poetry Slams wirklich interessant und beeindruckend finde. 

Worum geht es in dem Buch:
Mit einem Menschen sieben Stunden täglich in einem Raum zu sitzen, ohne jemals von ihm angesehen zu werden, ist ein komisches Gefühl. Und derjenige, der es durchhält, tagelang niemanden anzusehen, ist ein ziemlich beängstigender Freak. Deshalb gab man Levian lieber auf und kehrte in den sicheren Schulalltag zurück. Soweit ich mich erinnern kann, war ich die Einzige, die nicht das Interesse an Levian verlor. Im Gegenteil. Alles an ihm zog mich an.
[...] Das war der Moment, in dem ich hätte gehen sollen. In dem jeder normale Mensch gegangen wäre. Aber ich ging nicht. Hinter diesen eisblauen Augen und unter dieser Haut, die sich über Levians zitternde Muskeln spannte, steckte ein Junge mit einem Herz so groß wie ein Wolkenkratzer. So glaubte ich. Und wenn es mir gelang, dass er sich in mich verliebte, dann würde diese harte Hülle aus Muskeln und blauem Eis und Wut aufspringen und ein Lächeln freigeben, das mein Leben verändern würde. Wie konnte ich mir damals nur so sicher sein?

Annika verliebt sich in den jähzornigen Außenseiter Levian. Trotz aller Warnsignale kommen die beiden sich immer näher. Vielleicht viel zu nahe. Doch wer das Meer wirklich liebt, muss einmal ganz hinabgetaucht sein. Denn wie kann man etwas lieben, das man immer nur von außen betrachtet, weil es eigentlich kalt und gefährlich ist?

Demnächst startet auf lovelybooks auch eine Leserunde zu ihrem Roman. Also bewerbt euch schnell und vielleicht dürft ihr schon bald das Buch lesen. Solltet ihr mehr über die Autorin erfahren wollen, sie hat natürlich auch eine Seite auf Facebook



Was sind eigentlich Poetry Slams

Als „Poetry Slam“ bezeichnet man einen modernen Dichterwettstreit, bei dem Autoren ihre selbst geschriebenen Texte auf einer Bühnen vor Publikum präsentieren. Poetry Slams sind Mitte der 80er Jahre in Chicago entstanden und haben sich im Laufe der Zeit weltweit so erfolgreich verbreitet, dass inzwischen in nahezu jeder deutschen Großstadt mindestens ein regelmäßiger Poetry Slam ausgetragen wird.
Bei einem Poetry Slam sind drei einfache Regeln zu befolgen:
  1. Die vorgetragenen Texte müssen von den Hauptakteuren bzw. Autoren, den sogenannten „Slam Poeten“ oder „Poetry Slammern“, selbst geschrieben sein.
  2. Poetry Slammer dürfen für ihren Auftritt weder Requisiten noch Musikinstrumente verwenden.
  3. Poetry Slammer müssen sich außerdem an ein vorgegebenes Zeitlimit von durchschnittlich fünf Minuten halten.
Den Autoren stehen bei einem Poetry Slam also immer nur ihre Körper und ihre selbst verfassten Texte zur Verfügung, um innerhalb von fünf Minuten mit ihrem witzigen, nachdenklichen oder gereimten Stück Bühnenliteratur das Publikum zu begeistern. Am Ende einer solchen Veranstaltung wird durch das Publikum ein Sieger bestimmt, doch wichtiger als der sportliche Wettkampf sind stets das gesprochene Wort und die Kunst an sich. Traditionell sind die Werke von Poetry Slammern komisch oder ernst und beschäftigen sich häufig mit Alltäglichem oder Erlebtem. Aber generell ist alles erlaubt und alles darf erwartet werden.
Poetry Slams kennen keine Altersklasse, ob jung oder alt, jeder ist auf der Bühne und im Publikum willkommen. Aber Poetry Slams zeigen immer wieder sehr eindrucksvoll, dass vor allem Jugendliche in Zeiten von Computern, Social Media & Co. noch immer mit Literatur unter einen Hut zu bringen sind. Poetry Slam ist aktuell der attraktivste und direkteste Zugang für Jugendliche zur kreativen Auseinandersetzung mit der eigenen Sprache und schafft es wie wenige andere Formate, junge Menschen für Literatur zu interessieren. Dabei bleibt es nicht immer nur beim Dabeisein und passiven Zuhören. Auch das eigene Schreiben und aktive Beteiligen rückt mehr und mehr in den Fokus einer ganzen Generation. Ganz nebenbei werden immer wichtiger werdende Softskills geschult: wie beispielsweise die freie Rede vor großen Menschenmengen. Phantasie und Selbstbewusstsein werden gefordert und gefördert – Eigenschaften, die heute Grundvoraussetzung für weite Bereiche des privaten und beruflichen Lebens sind.
Vom Klappentext war ich sofort begeistert. Und ich freue mich jetzt schon darauf es zu lesen. Aber auch die Autorin hat mich schon vorher beeindruckt. Vor allem durch besagte Poetry Slams. Sie spricht über aktuelle Probleme und dabei nimmt sie auch kein Blatt vor den Mund. Jedes Mal, wenn ich mir eins ihrer Videos ansehe, bekomme ich Gänsehaut und bin total in einer anderen Welt. Besonders angetan hat es mir ihr Slam "Amilija". Er hat ein sehr aktuelles Thema und ihr solltet ihn euch unbedingt anschauen.


Mir ist es ein Rätsel, wie man sich solche Texte merken kann. Aber ich bin jedes mal zutiefst berührt und total beeindruckt.



Der Verlag

Die Lektora GmbH ist ein Paderborner Independent-Verlag, der Bücher von Autorinnen und Autoren aus der Poetry-Slam- und Lesebühnenszene veröffentlicht.

Lektora bezeichnet sich als „Poetry-Slam-Verlag aus der Szene für die Szene“. Entsprechend ist Verlagsgründer Karsten Strack selbst als Autor aktiv und veranstaltet Workshops an Schulen und Universitäten. Der Verlag gilt mit vielfältigen Aktivitäten als Knotenpunkt und Multiplikator der ostwestfälischen Autorenszene. 2012 wurde Strack für seine Arbeit von der Stadt Paderborn mit der „Kulturnadel“ für einflussreiche Verdienstträger der regionalen Kulturlandschaft ausgezeichnet.

Bei Lektora veröffentlichten u.a. die Bühnendichter Christian RitterSebastian 23Patrick SalmenMischael-Sarim VerolletWolf HogekampMicha-El GoehreMichael Feindler,Andy StraußMarkus FreiseLars Ruppel und Karsten Hohage Sammlungen mit Geschichten und Gedichten. Daneben erschienen auch akademische Abschlussarbeiten zum Thema Poetry Slam. Der Verlag bietet ein kostenloses Magazin namens Lektorial an, in dem eigene und fremde Autoren vorgestellt werden.




Also wie findet ihr Poetry Slams??
War eventuell schon einmal jemand bei so einer Veranstaltung??
Oder verfasst jemand sogar selbst Slams??

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