Freitag, 14. Oktober 2016

FaB(olous) Friday

Green Mile

















Das Buch

The Green Mile war ursprünglich ein 6-teiliger Fortsetzungsroman von Stephen King und erschien 1996. 1999 erschien er erstmalig als kompletter Roman. 


Inhalt:
Getragen wird die Fortsetzungsgeschichte von einer Rahmenhandlung, in der der Protagonist Paul Edgecombe rückblickend die Geschehnisse während seiner Arbeit im Todestrakt des Cold-Mountain-Staatsgefängnisses aus dem Jahr 1932 erzählt. Paul Edgecombe war zu dieser Zeit der Leiter des wegen seines grünen Flurbodens „Green Mile“ genannten Trakts.
Seit der Einlieferung des schwarzen John Coffey – eines über zwei Meter großen, bemitleidenswerten Mannes –, der wegen Mordes und Vergewaltigung zweier neunjähriger Mädchen verurteilt ist, geschehen mysteriöse Dinge. Coffey heilt das Blasenleiden von Paul Edgecombe und bringt auch eine im Todestrakt wohnende Maus wieder ins Leben zurück, als diese vom sadistischen Aufseher Percy Wetmore totgetreten wurde.
Mit der Zeit entwickelt sich ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Paul und John. Paul wird klar, dass John Coffey kein normaler Mensch ist, sondern eine übernatürliche Gabe hat. Im Gefängnis tritt die sanfte Natur John Coffeys zu Tage, und Paul vermutet, dass Coffey nicht der Mörder der beiden Mädchen ist, sondern lediglich seine Gabe nutzen wollte, um die beiden toten Mädchen wieder ins Leben zu holen. Er wurde dabei verhaftet.
Bei der Hinrichtung des Gefangenen Eduard Delacroix kommt es zu einem folgenschweren Unglück. Paul, der auf diese Weise Wetmore loswerden will, überläßt diesem die Leitung über die Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl. Im Gegenzug hatte ihm der Gefängnisdirektor eine Versetzung des von höherer Stelle wohlprotegierten Fieslings zugesagt. Während der Vorbereitungen taucht Percy den Schwamm, der die elektrische Leitfähigkeit erhöhen und den Strom direkt in den Kopf leiten soll, mit voller Absicht nicht in Wasser. Delacroix stirbt einen grausamen Tod, indem er geradezu verbrennt.
Kurz nach dieser Hinrichtung vollbringt John Coffey seine größte Tat. Melinda, die Frau des Gefängnisdirektors Hal Moores, ist schwer an einem Gehirntumor erkrankt. Die Ärzte haben sie bereits aufgegeben. Die Aufseher unternehmen mit John Coffey einen Rettungsversuch, wobei sie Coffey aus dem Gefängnis in das Haus ihres Chefs schmuggeln. Die Heilung gelingt, doch Coffey ist im Anschluss schwer angeschlagen. Mit letzter Kraft „infiziert“ er Percy mit dem Gehirntumor. Percy ermordet darauf den Gefangenen Will, den Coffey als Mörder der beiden Mädchen wiedererkannt hat. Danach verliert Percy den Verstand und kommt in eine psychiatrische Anstalt, wo er niemandem von den Geschehnissen erzählen kann. Dennoch kommt es zur Hinrichtung des unschuldigen John Coffey auf dem elektrischen Stuhl, weil dieser es wollte. Zuvor hatte er aber Paul einen Einblick in die tatsächlichen Geschehnisse um die beiden Mädchen gegeben.
Für alle Beteiligten war dies die letzte Hinrichtung. Mit dem Wissen, vielleicht ein Wunder Gottes getötet zu haben, bleibt ein äußerst bitterer Nachgeschmack zurück. In einem Pflegeheim schreibt Paul die Geschichte 1996 nieder. Seine besondere Freude ist es dabei, in einem Versteck die damals von Coffey wiederbelebte Maus zu besuchen. Als alter Mann sieht er sich nun selbst dem Sadismus eines Pflegers ausgesetzt, der es offenbar auf Pauls Geheimnis abgesehen hat. Dem Tier wie ihm selbst ist durch Coffeys Heilung eine lange Lebenskraft geschenkt worden. Paul ist 1996 104 Jahre alt.

Dies ist eins der wenigen Bücher, die ich damals von King nicht gelesen habe. Warum weiß ich gar nicht so genau. Eine zeit lang war ich ein großer Fan, aber dieses Buch hat es trotzdem nie auf meinen SUB geschafft. Aber vielleicht wird sich das irgendwann ja noch ändern.
Falls es jemand gelesen hat, würde mich schon interessieren, ob das Buch genauso ergreifend ist wie der Film?? 


Der Film

Der Film erschien im Jahre 1999 und war für 4 Oscars nominiert. In den Haptrollen sind Tom Hanks und Michael Clarke Duncan zu sehen.
Verfilmt wurde das ganze vom Regisseur Frank Darabont, der bereits "Die Verurteilten" von King verfilmte.

Hier einige Kritiken zum Film:


„Regisseur Frank Darabont, der bereits mit „Die Verurteilten“ nach einer King-Vorlage überzeugte, bietet mit „The Green Mile“ Kino zwischen Anspruch und Unterhaltung mit atmosphärisch dichten, intensiven Bildern. Der ausgezeichneten Darstellerriege gelingt es, souverän das religiöse Pathos zu überspielen. Das hervorragende Drehbuch fügt die Geschichte am Ende überraschend zusammen.“
– filmstarts.de



„Die erste Hälfte […] vergeht mit banalen Alltagsschilderungen und grob geschnitzten Typisierungen. Auch wenn das episodenhafte Reiben von Guten und Bösen nie stockt, so drängt es sich nicht eben auf für eine epische Inszenierung auf engstem Raum. Ihre ersehnte Wendung erreicht die Geschichte, als der schwarze Hüne John Coffey (eine mimische Naturgewalt: Michael Clarke Duncan) von Kräften Gebrauch macht, die das bittersüße Gleichgewicht von Leben und Tod im Hinrichtungstrakt ins Wanken bringt. […] Man kann die kommenden Konflikte existenziell und spirituell nennen – wenn aber das Schwirren der Geigen, das Schwelgen in Slow Motion und die patentierte Kummermiene von Herrn Hanks volle Kraft voraus auf die Tränendrüsen zielen, dann drängt sich nur noch ein Wort auf: Edelkitsch.“
– cinema.de



Ich habe diesen Film nicht nur einmal gesehen, sondern schon viele Male. Und ja ich gebe zu, ich bin generell eine Heulsuse, was Filme oder Bücher angeht. Aber ich glaube, es gibt nur wenige Filme, in denen ich sooo bitterlich geweint habe wie in diesem.
Und ich fand The Green Mile wirklich grandios und das liegt nicht zuletzt daran, dass hier durchweg grandiose Schauspieler beteiligt waren. 



Allen voran Michael Clarke Duncan, der den John Coffey spielt. Wahrscheinlich hätte man keinen besseren für diese Rolle finden können. Er spielt seine Rolle grandios und ich empfand ihn immer wie einen großen Teddybär und nicht wie einen fiesen Mörder.






Ich denke zu Tom Hanks alias Paul Edgecomb brauche ich nicht viel sagen. Dass er ein super Schauspieler ist, ist wohl jedem klar.








Auch Doug Hutchison hat seine Arbeit als Fiesling Percy Wetmore echt gut gemacht. Ich fand ihn total widerlich und bösartig. Eine richtig kleine Ratte *gg*, der man sein Ende wirklich gönnt. 








Nicht zu vergessen ist noch James Cromwell, der den Direktor Hal Moores spielt. Er hat auch schon in einigen Filmen mitgespielt, aber ich denke immer an "Ein Schweinchen namens Babe", wenn ich ihn sehe. Wohl einer der Gründe, warum ich ihn so sympathisch finde.  






Und last but not least: David Morse. Er spielt den Brutus Howell und arbeitet auch im Gefängnis. Er kann sowohl den fiesen Bösewicht spielen, wobei ich dann immer an "16 Blocks" denke, oder wie hier einen der Guten. Ich mag ihn als Schauspieler total gern.







Also wie bereits erwähnt, ein super Film, den man unbedingt gesehen haben sollte. Zumindest meiner Meinung nach :)


Was sagt ihr dazu??
Buch oder Film?
Oder beides??

Kommentare:

  1. Ich habe mir damals (immer am 1. eines Monats!) die einzelnen Teile gekauft. Inhaltlich geht das eher in den Schreibbereich des Psedonyms "Richard Bachman", was weniger Horror, aber dafür deutlich mehr Tiefe in den Charakteren verspricht. Ich habe die einzelnen Teile verschlungen und schon am nächsten Tag wartete ich auf den nächsten 1. des Folgemonats! King springt in dem Buch in den Zeiten hin und her: Mal liest man die Erinnerung des alten Mannes an die Zeit, als er noch Wärter war, teilweise ist man in seiner Gegenwart, in der er im Altenheim lebt. Ist teilweise verwirrend, aber das kennt man von King ja.
    Meine Empfehlung: Unbedingt lesen! Das Buch ist genauso gemein und Düster, wie der Film!

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  2. Stimmt, das is eher weniger Horror.Leider habe ich das Buch ja noch nicht gelesen, aber anhand des Films kann ich mir gut vorstellen, wie das Buch ist. King is ja bekannt dafür, auch etwas ausschweifender zu schreiben, was ich früher immer toll fand.
    Deswegen werde ich es auch definitiv noch lesen!! :)

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