Donnerstag, 6. Oktober 2016

Literaturgeschichte

Die berühmtesten Bücher - Die Bibel




Ich muss zugeben, ich hab die Bibel weder gelesen, noch hatte ich je eine in der Hand. Ich bin nicht mal gläubig. Zumindest nicht im herkömmlichen Sinne. Trotzdem finde ich, dass man die Bibel wenigstens kennen sollte. Ob man sie auch lesen muss, weiß ich nicht. Einige werden sagen Ja, andere Nein. Auf jeden Fall würde ich sie mir gern mal anschauen. Am liebsten eine alte Ausgabe, die schon etwas abgenutzt und zerlesen aussieht. Da es ja eines der ältesten Bücher ist, habe ich eben auch immer so ein Bild im Kopf, dass sie so aussehen muss. Natürlich kann man sie auch ganz neu kaufen.







Als Bibel bezeichnet man eine Schriftensammlung, die im Judentum und Christentum als Heilige Schrift mit normativem Anspruch für die ganze Religionsausübung gilt.
Die Bibel des Judentums ist der dreiteilige Tanach, der aus der Tora (Weisung), den Nevi’im (Propheten) und Ketuvim (Schriften) besteht. Diese Schriften entstanden seit etwa 1200 v. Chr. im Kulturraum der Levante und Vorderen Orient und wurden bis 135 n. Chr. kanonisiert.
Das Christentum hat alle Bücher des Tanach übernommen, anders angeordnet und als Altes Testament (AT) seinem Neuen Testament (NT) vorangestellt. Beide Teile wurden bis zum 3. Jahrhundert kanonisiert; spätere christliche Konfessionen haben diesen Kanon leicht abgewandelt. Die zweiteilige christliche Bibel ist das am häufigsten gedruckte und publizierte, in die meisten Sprachen übersetzte schriftliche Werk der Welt.
Der Islam betrachtet die jüdische und die christliche Bibel als Offenbarungszeugnis Allahs, das Menschen teilweise verfälscht haben.


Die christliche Bibel ist das meistgedruckte, am häufigsten übersetzte und am weitesten verbreitete Buch der Welt. Allein 2014 wurden weltweit fast 34 Millionen vollständige Bibeln verbreitet. Dafür setzen sich Bibelgesellschaften wie die Deutsche Bibelgesellschaft, das Katholische Bibelwerk und die evangelikale Organisation Wycliff ein. Zur Verbreitung biblischer Erzählungen tragen auch Bilderbibeln, Armenbibeln und Kinderbibeln bei.
Historische Bibeln werden in Bibelmuseen bewahrt und gesammelt, darunter die British Library, Württembergische Landesbibliothek, die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel und weitere.



Die Bibel ist ein ganz besonderes Buch. Wer sie aufschlägt, sieht sich Texten gegenüber, die bereits vor tausenden von Jahren aufgeschrieben wurden. Doch die Fragen, die damals die Menschen bewegten, sind noch die gleichen wie heute geblieben. In der Bibel begegnen uns Menschen, die ähnlich empfunden haben wie wir heute: Sie erleben Freude und Leid, Hoffnung und Enttäuschung, großes Vertrauen und quälende Zweifel. Sie fragen anch Herkunft von Unrecht, Leid und Tod und nach den eigenen Grenzen. Sie suchen nach dem Zeil im Leben und stehen staunend vor den Wundern unserer Welt. Ja, die Bibel ist aktuell ­­ - ­­­damals, heute und morgen.

Viele biblische Bilder und Zitate sind als »geflügelte Worte« auch heute noch in der Alltagssprache lebendig: 

»Das ist ja ein Tohuwabohu!«
»Tohu wa bohu« heißt auf Hebräisch »wüst und leer«. So sah die Erde nach der ersten Schöpfungserzählung anfangs aus! (Genesis/1.Mose 1,2) 

»Ihr sucht wohl einen Sündenbock!«
Im Buch Levitikus (3 Mose) ist beschrieben, wie Israel den großen Versöhnungstag begangen hat: Für alle im Lauf eines Jahres angesammelte Schuld des Volkes werden zwei Böcke eingesetzt. Der eine wird als Sühnopfer geschlachtet. Dem anderen werden durch Handauflegung die Sünden Israels aufgeladen. Dann wird er im wahrsten Sinn des Wortes in die Wüste und »zum Teufel geschickt«, nämlich zum Wüstendämon Asasel. (Levitikus/3.Mose 16)

»Jemandem die Leviten lesen«
Das 3. Buch Mose (Levitikus) enthält umfangreiche Verhaltensregeln. Sie betreffen den Gottesdienst und die Opfer, die von den Leviten durchgeführt wurden, aber auch das Leben in der menschlichen Gemeinschaft überhaupt. 
»Von Pontius zu Pilatus gehen«

Jesus wird im Prozess von Pontius Pilatus, der zunächst keinen Anlass sieht, Jesus zu verurteilen, zu Herodes als dem für Jesus zuständigen Landesfürst geschickt. Dieser sandte ihn aber wieder zu Pilatus zurück. (Lukas 23) 

»Du redest wie ein Pharisäer!«
Die besonders fromme Gruppe der Pharisäer gerät im Neuen Testament in die Kritik, sich selbst besser hinzustellen als sie sei. (Lukas 18) 

Auch die folgenden stehenden Redewendungen stammen alle aus der Bibel. Hätten Sie's gewusst?
  • Etwas ausposaunen 
  • Ein Dorn im Auge 
  • Im Dunkeln tappen
  • Der wahre Jakob 
  • Mit Füßen treten
  • Auf Herz und Nieren prüfen 
  • Die Hände in Unschuld waschen 
  • Gift und Galle 
  • Auf keinen grünen Zweig kommen 
  • Jugendsünden 
  • Alles hat seine Zeit 
  • Brief und Siegel 
  • Wolf im Schafspelz 
  • Ein Herz und eine Seele sein 
  • Die Haare zu Berge stehen 


Ich war wirklich überrascht, dass so viele Redewendungen, die wir selbst täglich benutzen, aus der Bibel stammen. Also habe ich auch selbst was dazu gelernt mit diesem Beitrag *gg* Trotzdem bin ich mir unsicher, ob ich sie lesen würde. Ich stelle mir vor allem die Sprache schwierig vor und auch der Inhalt ist jetzt keiner, der mich wirklich interessiert. (großes Sorry an alle, die das jetzt schrecklich finden, weil sie sehr gläubig sind)

So jetzt meine Fragen an euch:
Gibt es jemanden, der eine Bibel zu Hause hat?
Und wenn ja, habt ihr sie gelesen oder ist sie eher "Deko"??
Und wie fandet ihr es, die Bibel zu lesen??

Ich bin wirklich gespannt auf eure Antworten!!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen