Freitag, 16. Dezember 2016

Rezi








Autor: Meg Haston
Seiten: 320
Ebook: 15,99€
Hardcover: 19,99€
ISBN: 978-3522202152
erschienen am: 13.07.2015







Die Autorin

Meg Haston lebt in Jacksonville, Florida. Hier schreibt sie und arbeitet als Beratungslehrerin an einer Privatschule. „Alles so leicht“ ist ihr erster Jugendroman.




Klappentext

Stevie hat nichts mehr zu verlieren. Sie ist fest entschlossen, aus diesem Körper, aus diesem Leben zu verschwinden. Aber alle wollen sie daran hindern. Ihr Vater, der sie ins Therapiezentrum einweisen ließ. Anna, die so ganz anders ist als die anderen Seelenklempner. Und selbst den Mädchen, mit denen sie ein Zimmer und ein Schicksal teilt, fühlt sich Stevie jeden Tag näher. Aber sie wird sich nicht öffnen, sie hat schließlich einen Plan. 




Wie ich es fand

Die Geschichte um Stevie ist wieder mal eine Story, die einem unter die Haut geht.
Stevie hat ein Essstörung und kommt deswegen in ein Therapiezentrum. Dort soll sie lernen, ihren Körper wieder zu akzeptieren und normal zu essen. Aber natürlich ist das nicht so einfach.

Ich kenne mich mit dieser Krankheit natürlich nicht aus, aber die Autorin hat die Gedanken und Gefühle von Stevie unglaublich gut rüber gebracht. Man konnte ihr Verhalten nachempfinden, konnte fühlen was sie fühlt. Ja teilweise konnte man sogar irgendwie nachvollziehen, warum sie das macht. Ich war oft zerrissen aufgrund der gebrochenen Seele von Stevie. Sie tat mir sehr leid und oft hätte ich sie einfach gern in den Arm genommen.
Natürlich herrscht auch immer wieder Unverständnis, weil man selber gar nicht nachvollziehen kann, wie essen oder Kalorien ein Leben so beherrschen können. Wie man so eine unglaubliche Abneigung gegen Essen, sich selbst und seinen Körper haben kann. Und es wird einem bewusst, dass eine Essstörung eben wie eine Sucht ist. Der Mensch kann einfach gar nicht anders.
Es war sehr interessant zu sehen, wie Stevie sich während der Therapie entwickelt und auch etwas verändert. Und ich denke, die Autorin hat diesen Vorgang sehr realistisch dargestellt. Denn dieses Buch ist keins, wo sich plötzlich alles ins positive verändert und am Ende alle glücklich sind. Es zeigt, wie schwer dieser Weg raus aus der Krankheit ist. Dass dieser Weg sehr sehr langwierig ist und oft nur in kleinen Schritten erfolgt.
Es war sehr faszinierend in diese Geschichte einzutauchen, auch wenn ich das Ende etwas abgehackt fand. Hier hätte ich mir etwas mehr Informationen gewünscht. Trotzdem kann ich dieses Buch empfehlen, für alle die sich für dieses Thema interessieren oder einfach ein wenig mehr Verständnis für das Thema aufbringen wollen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen