Mittwoch, 14. Dezember 2016

Wenn Schneeflocken fallen



Zur Zeit lese ich "Alles so leicht" von Meg Haston, in dem es um ein bulimiekrankes Mädchen geht. Und auch wenn ich diese Krankheit nicht selber kenne, finde ich mich trotzdem manchmal in einigen ihrer Gedanken wieder. Und dann kam ich auf die Idee, dass ich ab und an meine Gedanken niederschreiben könnte. Hier auf meinem Blog. Denn aufschreiben tu ich sie ja so oder so. Ob ich diese dann auch tatsächlich mit euch teilen werde, weiß ich noch nicht. Ich weiß nicht, ob ich wirklich so mutig bin, und meine innersten Gedanken teilen kann. Aber dann denke ich mir, es gibt so viele Menschen da draußen, denen es ähnlich geht. Und vielleicht kann ich denen damit helfen und umgekehrt. Schließlich hat jeder sein Päckchen zu tragen. Der eine ein Größeres, der andere ein Kleineres. Wie groß mein Päckchen ist, ist wohl eher subjektiv. Aber oft ist es so, dass mich die Welt mit all ihren Eindrücken und Emotionen zu ersticken droht. Weil es einfach zu viel wird. Meine Gedanken erscheinen dann wie eine riesige Lawine, die einen zu überrollen droht. Manchmal kommt sie sehr nahe, manchmal schafft sie es auch tatsächlich mich zu überrollen und manchmal drehe ich mich einfach um, schaue in den Himmel und stelle mir die Sonne vor. Wie sie am Himmel steht, hell und heiß. Und wie sie die Lawine zum schmelzen bringt. Ganz langsam. Noch scheint sie nicht stark genug, um das Eis komplett aufzutauen. Und dann merke ich plötzlich, wie neue Schneeflocken fallen. Zarte kleine Kristalle, wunderschön eigentlich, aber trotzdem so gefährlich. Dann fange ich an zu tanzen, drehe mich im Antlitz dieser Kristalle. Ich breite meine Arme aus und schaue zu, wie sie auf meiner Haut aufschlagen...Und sich dann einfach auflösen. Und wenn ich mich umdrehe, sehe ich ihn erneut. Diesen großen Berg an Schnee, der schon wieder immer größer wird und nur darauf wartet zu explodieren. Den Berg hinab zu brausen, direkt auf mich zu. Tja...Manchmal kann ich mich einfach umdrehen, der Sonne entgegen lächeln und gehen. Aber manchmal bin ich auch wie erstarrt, stehe wie angewurzelt am Fußes des Berges und warte....



So viel erstmal zu meinem ersten Beitrag in der Rubrik "Gedankenwirrwarr". Ich bin schon ziemlich gespannt, wie das ankommen wird bzw ob es überhaupt jemand liest. Und ja ich gebe zu, ich habe auch ein wenig Angst. Denn normalerweise bin ich nicht so offen mit meinen Gedanken, aber ich wollte auch mal mutig sein. Und ich hoffe, dass es vor allem auch mir hilft. Ihr dürft euch sehr gern mit mir austauschen und eure Gedanken mitteilen oder was auch immer ihr zu sagen habt. Ich bin für jeglichen Kommentar, ob Lob oder Kritik, offen. Und dann werde ich sehen, ob es diese Rubrik weiterhin geben wird.
Jetzt wünsche ich euch aber erstmal viel Spaß und einen schönen Mittwoch Abend!!

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