Mittwoch, 14. Juni 2017

(Rezension) - Die Endlichkeit des Augenblicks







Titel: Die Endlichkeit des Augenblicks

Autor: Jessica Koch
Ebook: 0,99€
Taschenbuch: 9,99€
Seiten: 352
ISBN: 978-3499274237
erschienen am: 02.06.2017 (TB 18.08.2017)












Klappentext


Wenn du zwei Menschen zur gleichen Zeit liebst, dann entscheide dich immer für den zweiten, denn er hätte niemals dein Herz erobert, wenn der erste der Richtige gewesen wäre. (Johnny Depp)

Was aber, wenn du beide zur gleichen Zeit kennenlernst? Was, wenn es zwei Menschen sind, die eine große Last mit sich tragen? Eine Last, die sie wie ein unsichtbares Band miteinander verbindet?
Wenn dein Herz dich zu beiden zieht, wen würdest du wählen? Denjenigen mit den körperlichen oder denjenigen mit den seelischen Wunden? Würdest du dich überhaupt entscheiden, wenn du wüsstest, welche endgültigen Konsequenzen deine Wahl mit sich bringt?

Eine Geschichte über vergebene Chancen. Eine Geschichte über das Trugbild des ersten Moments. Eine Geschichte über die Endlichkeit des Augenblicks.





Wie ich es fand


Ich habe ja schon einiges von den Büchern der Autorin gehört und darum habe ich mich auch sehr über dieses Rezensionsexemplar gefreut.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht zu lesen. Einfach und locker, so dass man gar nicht merkt, wie die Seiten dahin fliegen.
Zu den Charakteren konnte ich keine wirkliche Bindung aufbauen, da sie sich, meiner Meinung nach, oft komisch verhalten haben. Und Dinge getan haben, die ich nicht nachvollziehen konnte.
Es geht ja um Basti und Josh, die seit Kindestagen eine tiefe Freundschaft verbindet. Ich hatte aber oft das Gefühl, dass sie eine sehr gestörte Beziehung zueinander hatten. Besonders Josh's Verhalten Basti gegenüber war oft kurios. Es kam mir nicht vor, als wollte er ihn beschützen. Sonder als gönne er ihm sein Glück nicht. Teilweise war es schon fast, als wäre er ein Stalker.
Dann tritt Sam in ihr Leben und sie bringt das alles natürlich noch mehr durcheinander.
Was mir gar nicht gefiel, war die Tatsache, dass alle 3 so psychisch verstört waren. Das war mir einfach manchmal zu viel. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass dieses Thema hier doch etwas zu leicht genommen wurde.
Außerdem war mir auch die Darstellung von Josh's Familie zu klischeehaft. Als würde man nicht über den Tellerrand schauen und müsse eine bestimmte Rahmenhandlung erzwingen.
Emotionen kamen bei mir erst im letzten Drittel etwas an. Da wurde es dann doch sehr traurig und ich konnte mich ein wenig in die Story einfühlen.
Ansonsten konnte ich mich nicht so wirklich mit dem Handlungsverlauf anfreunden. Vor allem, dass Josh und Basti quasi dann die Rollen tauschen, fand ich ein wenig unglaubwürdig.
Was ich sehr süß fand, waren die Gedichte und Tagebucheinträge von Josh's Mutter. Sie waren sehr berührend und bargen schöne Weisheiten fürs Leben.
Im großen und ganzen eine Geschichte die man lesen kann, mit einer guten Grundidee. Für mich war die Umsetzung aber teilweise zu abstrus und übertrieben und eventuell auch zu lapidar dargestellt. Mit den schönen Gedichten und Sprüchen und der traurigen Wendung zum Ende gelingt der Autorin aber noch eine guter Abschluss.
Ich vergebe hier gute 2,5 von 5 Schmetterlingen.


Ein Dankeschön an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar.







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